Agent-almanac prepare-print-model
git clone https://github.com/pjt222/agent-almanac
T=$(mktemp -d) && git clone --depth=1 https://github.com/pjt222/agent-almanac "$T" && mkdir -p ~/.claude/skills && cp -r "$T/i18n/de/skills/prepare-print-model" ~/.claude/skills/pjt222-agent-almanac-prepare-print-model-ba69c2 && rm -rf "$T"
i18n/de/skills/prepare-print-model/SKILL.mdDruckmodell vorbereiten
3D-Modelle fuer die additive Fertigung exportieren und optimieren. Dieser Skill deckt den vollstaendigen Workflow vom CAD/Modellierungssoftware-Export ueber Netzreparatur, Druckbarkeitsanalyse, Stuetzstruktur-Generierung bis zur Slicer-Konfiguration ab. Stellt sicher dass Modelle mannigfaltig sind, ausreichende Wandstaerke aufweisen und korrekt fuer Festigkeit und Druckqualitaet orientiert sind.
Wann verwenden
- Modelle aus CAD-Software (Fusion 360, SolidWorks, Onshape) oder 3D-Modellierungswerkzeugen (Blender, Maya) fuer 3D-Druck exportieren
- Bestehende STL/3MF-Dateien vor dem Senden an den Slicer auf Druckbarkeit pruefen
- Fehlersuche an Modellen die nicht korrekt geslicet oder gedruckt werden
- Teileorientierung fuer Festigkeit, Oberflaechenqualitaet oder minimalen Stuetzmaterialverbrauch optimieren
- Mechanische Teile mit spezifischen Festigkeits- oder Toleranzanforderungen vorbereiten
- Zwischen Modellformaten (STL, 3MF, OBJ) konvertieren unter Beibehaltung der Druckbarkeit
Eingaben
- source_model: Pfad zur CAD-Datei oder 3D-Modelldatei (STEP, F3D, STL, OBJ, 3MF)
- target_process: Druckverfahren (
,fdm
,sla
)sls - material: Vorgesehenes Druckmaterial (z.B.
,pla
,petg
,abs
)standard-resin - functional_requirements: Lastrichtung, Toleranzanforderungen, Oberflaechenqualitaetsansprueche
- printer_specs: Bauraum, Duesengroesse (FDM), Schichthoehe-Faehigkeiten
- slicer_tool: Ziel-Slicer (
,cura
,prusaslicer
,orcaslicer
)chitubox
Vorgehensweise
Schritt 1: Modell aus Quellsoftware exportieren
Das 3D-Modell in einem geeigneten Format fuer den Druck exportieren:
Fuer FDM/SLA:
# Bei Start aus CAD (Fusion 360, SolidWorks) # Exportieren als: STL (binaer) oder 3MF # Aufloesung: Hoch (Dreiecksanzahl ausreichend fuer Details) # Einheiten: mm (Massstab ueberpruefen) # Beispiel-Exporteinstellungen: # STL: Binaerformat, Verfeinerung 0.1mm # 3MF: Farb-/Materialdaten einschliessen bei Multimaterial-Drucker
Erwartet: Modelldatei mit geeigneter Aufloesung exportiert (0.1mm Sehnentoleranz fuer mechanische Teile, 0.05mm fuer organische Formen).
Bei Fehler: Pruefen ob Modell vollstaendig definiert ist (keine Konstruktionsgeometrie), keine fehlenden Flaechen, alle Komponenten sichtbar.
Schritt 2: Netz-Integritaet verifizieren
Pruefen ob das Netz mannigfaltig und druckbar ist:
# Netzreparatur-Werkzeuge bei Bedarf installieren # sudo apt install meshlab admesh # STL-Datei auf Fehler pruefen admesh --check model.stl # Pruefen auf: # - Nicht-mannigfaltige Kanten: 0 (jede Kante verbindet genau 2 Flaechen) # - Loecher: 0 # - Umgekehrte/invertierte Normalen: 0 # - Degenerierte Facetten: 0
Haeufige Probleme:
- Nicht-mannigfaltige Kanten: Mehrere Flaechen teilen eine Kante oder Kante hat nur eine Flaeche
- Loecher: Luecken in der Netzoberflaeche
- Invertierte Normalen: Innen/Aussen des Modells vertauscht
- Sich schneidende Flaechen: Selbstschneidende Geometrie
Erwartet: Bericht zeigt 0 Fehler oder Fehler sind reparierbar.
Bei Fehler: Netz automatisch oder manuell reparieren:
# Automatische Reparatur mit admesh admesh --write-binary-stl=model_fixed.stl \ --exact \ --nearby \ --remove-unconnected \ --fill-holes \ --normal-directions \ model.stl # Oder meshlab GUI fuer manuelle Inspektion/Reparatur meshlab model.stl # Filters → Cleaning and Repairing → Remove Duplicate Vertices # Filters → Cleaning and Repairing → Remove Duplicate Faces # Filters → Normals → Re-Orient all faces coherently
Wenn automatische Reparatur fehlschlaegt, zur Quellsoftware zurueckkehren und Modellierungsfehler beheben (koinzidente Vertices, offene Kanten, ueberlappende Koerper).
Schritt 3: Wandstaerke pruefen
Mindestwandstaerke fuer gewaehltes Verfahren verifizieren:
Mindestwandstaerke nach Verfahren:
| Verfahren | Min. Wand | Empfohlenes Min. | Strukturteile |
|---|---|---|---|
| FDM (0.4mm Duese) | 0.8mm | 1.2mm | 2.4mm+ |
| FDM (0.6mm Duese) | 1.2mm | 1.8mm | 3.6mm+ |
| SLA (Standard) | 0.4mm | 0.8mm | 2.0mm+ |
| SLA (Engineering) | 0.6mm | 1.2mm | 2.5mm+ |
| SLS (Nylon) | 0.7mm | 1.0mm | 2.0mm+ |
# Wandstaerke visuell im Slicer pruefen: # - Modell importieren # - "Duennwaende"-Erkennung aktivieren # - Mit 0 Fuellung slicen um Wandstruktur zu sehen # Fuer praezise Messung CAD-Software verwenden: # - Abstand zwischen parallelen Flaechen messen # - In kritischen lasttragenden Bereichen pruefen
Erwartet: Alle Waende erfuellen Mindeststärke fuer gewaehltes Verfahren. Duenne Waende zur Pruefung markiert.
Bei Fehler: Zurueck zum CAD und Waende verstaerken, oder:
- Auf kleinere Duese wechseln (FDM)
- "Duennwaende erkennen"-Slicer-Einstellung verwenden
- Reduzierte Festigkeit fuer Prototypen akzeptieren
Schritt 4: Druckorientierung bestimmen
Orientierung zur Optimierung von Festigkeit, Oberflaechenqualitaet und Stuetzstrukturverbrauch waehlen:
Orientierungs-Entscheidungsmatrix:
Fuer Festigkeit:
- Orientieren damit Schichtlinien senkrecht zur primaeren Lastrichtung verlaufen
- Beispiel: Halterung unter Zug nach oben drucken damit Schichten entlang der Lastachse gestapelt werden
Fuer Oberflaechenqualitaet:
- Groesste/sichtbarste Flaeche flach aufs Bett (minimale Treppenstufenbildung)
- Kritische Masse in X/Y-Ebene ausrichten (hoehere Praezision als Z)
Fuer minimale Stuetzstrukturen:
- Ueberhaenge >45 Grad (FDM) oder >30 Grad (SLA) minimieren
- Flache Flaechen auf das Bett legen wenn moeglich
Lastrichtungsanalyse:
Wenn Teil erfaehrt: - Zuglast entlang Achse → mit Schichten senkrecht zur Achse drucken - Drucklast → Schichten koennen parallel sein (weniger kritisch) - Biegemoment → Schichten senkrecht zur neutralen Achse - Scherung → Schichtgrenzflaechen parallel zur Scherrichtung vermeiden
Erwartet: Orientierung mit expliziter Begruendung fuer Festigkeits-, Oberflaechenqualitaets- oder Stuetzstruktur-Kompromisse gewaehlt.
Bei Fehler: Wenn keine Orientierung alle Anforderungen erfuellt, in folgender Reihenfolge priorisieren: funktionale Festigkeit, Massgenauigkeit, Oberflaechenqualitaet, Stuetzstruktur-Minimierung.
Schritt 5: Stuetzstrukturen generieren
Automatische oder manuelle Stuetzstrukturen fuer Ueberhaenge konfigurieren:
Stuetzwinkel-Schwellenwerte:
- FDM: 45 Grad von der Vertikalen (etwas Brueckenbildung bis 60 Grad moeglich)
- SLA: 30 Grad von der Vertikalen (weniger Brueckenbildungsfaehigkeit)
- SLS: Keine Stuetzstrukturen noetig (Pulverbett-Stuetzung)
Stuetzstrukturtypen:
Baumstrukturen (FDM, empfohlen):
- Weniger Kontaktpunkte mit Modell
- Einfachere Entfernung
- Besser fuer organische Formen
- Konfiguration: Astwinkel 40-50 Grad, Astdichte mittel
Lineare Stuetzstrukturen (FDM, traditionell):
- Stabiler fuer grosse Ueberhaenge
- Mehr Kontaktpunkte (schwierigere Entfernung)
- Konfiguration: Muster Gitter, Dichte 15-20%, Grenzschichten 2-3
Schwere Stuetzstrukturen (SLA):
- Dickere Kontaktpunkte fuer schwere Teile
- Risiko von Markierungen auf der Oberflaeche
- Konfiguration: Kontaktdurchmesser 0.5-0.8mm, Dichte basierend auf Teilgewicht
Grenzschichten:
- 2-3 Grenzschichten zwischen Stuetzstruktur und Modell hinzufuegen
- Reduziert Oberflaechenmarkierungen
- Etwas einfachere Entfernung
# Im Slicer (PrusaSlicer Beispiel): # Print Settings → Support material # - Generate support material: Yes # - Overhang threshold: 45° (FDM) / 30° (SLA) # - Pattern: Rectilinear / Tree (auto) # - Interface layers: 3 # - Interface pattern spacing: 0.2mm
Erwartet: Stuetzstrukturen fuer alle Ueberhaenge ueber Schwellenwertwinkel generiert, Vorschau zeigt keine schwebende Geometrie.
Bei Fehler: Wenn automatische Stuetzstrukturen unzureichend:
- Manuelle Stuetzverstaerker in kritischen Bereichen hinzufuegen
- Stuetzdichte nahe duennen Ueberhaengen erhoehen
- Modell teilen und in Abschnitten drucken wenn Stuetzstrukturen nicht realisierbar
Schritt 6: Slicer-Profil konfigurieren
Verfahrensgerechte Parameter einstellen:
FDM-Schichthoehen:
- Entwurf: 0.28-0.32mm (schnell, sichtbare Schichten)
- Standard: 0.16-0.20mm (ausgewogene Qualitaet/Geschwindigkeit)
- Fein: 0.08-0.12mm (glatt, langsam)
- Regel: Schichthoehe = 25-75% des Duesendurchmessers
SLA-Schichthoehen:
- Standard: 0.05mm (ausgewogen)
- Fein: 0.025mm (Miniaturen, hohe Detailtreue)
- Schnell: 0.1mm (Prototypen)
Schluesselparameter nach Verfahren:
FDM:
layer_height: 0.2mm line_width: 0.4mm (= Duesendurchmesser) perimeters: 3-4 (strukturell), 2 (kosmetisch) top_bottom_layers: 5 (0.2mm Schichten = 1mm Vollmaterial) infill_percentage: 20% (kosmetisch), 40-60% (funktional) infill_pattern: gyroid (FDM), grid (einfach) print_speed: 50mm/s Perimeter, 80mm/s Fuellung temperature: materialspezifisch (siehe select-print-material Skill)
SLA:
layer_height: 0.05mm bottom_layers: 6-8 (starke Betthaftung) exposure_time: materialspezifisch (2-8s pro Schicht) bottom_exposure_time: 30-60s lift_speed: 60-80mm/min retract_speed: 150-180mm/min
Erwartet: Profil mit verfahrensgerechten Standardwerten konfiguriert, modifiziert fuer spezifische Material-/Modellanforderungen.
Bei Fehler: Wenn Parameter unsicher, mit dem Standard-"Standardqualitaet"-Profil des Slicers fuer gewaehltes Material beginnen, dann iterieren.
Schritt 7: Schicht-fuer-Schicht-Vorschau pruefen
Gesliceten G-Code auf Probleme untersuchen:
# Im Slicer: # - Modell slicen # - Schichtvorschau-Schieberegler zur Inspektion jeder Schicht verwenden # - Pruefen auf: # * Luecken in Perimetern (zeigt duenne Waende an) # * Schwebende Bereiche (fehlende Stuetzstrukturen) # * Uebermassige Fadenzieh-Pfade (Fahrwege reduzieren) # * Erste Schicht: korrekte Anpressung und Haftung # * Obere Schichten: ausreichende Vollmaterial-Fuellung
Warnsignale in der Vorschau:
- Weisse Luecken in Vollbereichen: Waende zu duenn fuer aktuelle Linienbreite
- Fahrwege ueber grosse Distanzen: Einzug erhoehen oder Z-Hop hinzufuegen
- Erste Schicht presst nicht: Z-Offset um 0.05mm nach unten anpassen
- Spaerliche obere Schichten: Obere Vollschichten auf 5+ erhoehen
Erwartet: Vorschau zeigt durchgaengige Perimeter, korrekte Fuellung, saubere Fahrwege und keine offensichtlichen Defekte.
Bei Fehler: Slicer-Einstellungen anpassen und neu slicen. Haeufige Korrekturen:
- Duennwand-Luecken: "Duennwaende erkennen" aktivieren oder Linienbreite reduzieren
- Schlechte Brueckenbildung: Brueckengeschwindigkeit auf 30mm/s reduzieren, Kuehlung erhoehen
- Fadenziehen: Einzugsdistanz +1mm erhoehen, Temperatur -5 Grad C senken
Schritt 8: G-Code exportieren und verifizieren
Gesliceten G-Code mit beschreibendem Namen speichern:
# Namenskonvention: # <teilname>_<material>_<schichthoehe>_<profil>.gcode # Beispiel: halterung_petg_0.2mm_standard.gcode # G-Code verifizieren: grep "^;PRINT_TIME:" model.gcode # Geschaetzte Zeit pruefen grep "^;Filament used:" model.gcode # Materialverbrauch pruefen head -n 50 model.gcode | grep "^M104\|^M140" # Temperaturen verifizieren # Erwartete Erstschicht-Temperaturen: # M140 S85 (Betttemperatur fuer PETG) # M104 S245 (Hotend-Temperatur fuer PETG)
Vor-Druck-Checkliste:
- Bett nivelliert und sauber
- Korrektes Material geladen und trocken
- Temperaturen entsprechen Materialanforderungen
- Erstschicht-Z-Offset kalibriert
- Ausreichend Filament/Resin vorhanden
- Druckzeit akzeptabel fuer Ueberwachungsplan
Erwartet: G-Code-Datei mit eingebetteten Metadaten gespeichert, Temperaturen verifiziert, Druckzeit-/Materialschaetzung plausibel.
Bei Fehler: Wenn Druckzeit uebermassig (>12 Stunden), erwaegen:
- Schichthoehe erhoehen (0.2 auf 0.28mm spart ca. 30% Zeit)
- Perimeter reduzieren (4 auf 3)
- Fuellung reduzieren (40% auf 20% fuer nicht-strukturelle Teile)
- Modell verkleinern wenn Groesse nicht kritisch
Validierung
- Modell aus Quellsoftware mit korrekten Einheiten (mm) und Massstab exportiert
- Netz-Integritaet verifiziert: mannigfaltig, keine Loecher, Normalen korrekt
- Wandstaerke erfuellt Minimum fuer gewaehltes Verfahren (>=0.8mm FDM, >=0.4mm SLA)
- Druckorientierung fuer Festigkeits-, Oberflaechenqualitaets- oder Stuetzstruktur-Kompromisse optimiert
- Stuetzstrukturen fuer alle Ueberhaenge >45 Grad (FDM) oder >30 Grad (SLA) generiert
- Slicer-Profil mit geeigneter Schichthoehe und Parametern konfiguriert
- Schicht-fuer-Schicht-Vorschau inspiziert, keine Luecken oder schwebende Bereiche
- G-Code mit verifizierten Temperaturen und plausibeler Druckzeit exportiert
- Vor-Druck-Checkliste abgeschlossen (Bett nivelliert, Material geladen usw.)
Haeufige Stolperfallen
- Netzreparatur ueberspringen: Nicht-mannigfaltige Netze koennen geslicet werden, drucken aber mit Luecken oder fehlerhaften Schichten nicht korrekt
- Wandstaerke ignorieren: Duenne Waende (< Minimum) weisen Luecken auf und reduzieren die Festigkeit drastisch
- Falsche Orientierung fuer Festigkeit: Zugteile mit Schichten parallel zur Lastrichtung drucken erzeugt eine schwache Delaminationsebene
- Unzureichende Stuetzstrukturen: Unterschaetzung des Ueberhangwinkels fuehrt zu Durchhaengen, Fadenziehen oder vollstaendigem Versagen
- Erste-Schicht-Vernachlaessigung: 90% der Druckfehler treten in der ersten Schicht auf — Z-Offset und Betthaftung sind entscheidend
- Temperatur aus dem Internet: Jede Drucker/Material-Kombination ist einzigartig; immer mit Temperaturtuerme kalibrieren
- Uebermassige Details fuer Schichthoehe: Feine Merkmale kleiner als 2x Schichthoehe werden nicht korrekt aufgeloest
- Slice nicht vorschauen: Slicer koennen unerwartete Entscheidungen treffen (Duennwand-Luecken, seltsame Fuellung); vor dem Drucken immer vorschauen
- Material-Hygroskopie: Feuchtes Filament (besonders Nylon, TPU, PETG) verursacht schlechte Schichthaftung, Fadenziehen und Sproedigkeit
- Uebervertrauen in Stuetzstrukturen: Schwere Teile mit grossen Ueberhaengen koennen trotz Stuetzstrukturen durchhaengen — zuerst an kleineren Modellen testen
Verwandte Skills
- select-print-material: Geeignetes Material basierend auf mechanischen, thermischen und chemischen Anforderungen waehlen
- troubleshoot-print-issues: Druckfehler diagnostizieren und beheben wenn vorbereitetes Modell trotzdem versagt
- Modellieren mit Blender (zukuenftiger Skill): Fuer Druck optimierte 3D-Modelle von Grund auf erstellen
- 3D-Drucker kalibrieren (zukuenftiger Skill): E-Steps, Durchflussrate, Temperaturtuerme und Einzugstuning